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  • Energieberatung

  • Die Thematik Energie sparen wird vom Bund auch durch entsprechende Förderprogramme unterstützt. Diese bieten sowohl Privathaushalten als auch Unternehmen eine Möglichkeit, unterstützende Leistungen für Energiesparmaßnahmen zu erhalten.

    Ziel der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderten energetischen Vor-Ort-Beratung ist ein Beitrag zur Energiewende durch entsprechende Hilfestellung, wie energiesparende Effizienzhäuser – egal ob im Neubau oder über ein Sanierungskonzept – errichtet werden können.

    • Die Energieberatung vor Ort umfasst dabei folgende förderfähige Leistungen:
    • Beratung zum baulichen Wärmeschutz
    • Beratung zur Wärmeerzeugung und -verteilung (Heizen und Warmwasserbereitung)
    • Beratung zur Nutzung erneuerbarer Energien

    Seitens des in der Beratung tätigen Energieexperten wird ein entsprechender Beratungsbericht erstellt, in dem für den Kunden die besprochenen Themen und Empfehlungen (inkl. Maßnahmeplanung) gezielt aufgeführt sind.

  • Gesetzliche Grundlagen und Förderverfahren im Überblick

    Auf Basis einer Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), welche sich mit der Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort beschäftigt (vgl. Bundesanzeiger BAnz AT 25.06.2012), werden Energiesparberatungen seit dem 1. Juli 2012 bezuschusst.

    Für die so genannte Vor-Ort-Beratung wird bei Ein- bis Zweifamilienhäuser ein Zuschuss von bis zu 400 Euro, bei Wohngebäuden mit drei und mehr Wohneinheiten ein Zuschuss in Höhe von maximal 500 Euro gewährt. Förderungsfähig sind außerdem gezielte Stromeinsparberatungen (50 Euro) und thermografische Untersuchungen (bis 100 Euro). Insgesamt können durch die Förderung jedoch maximal 50 Prozent der jeweiligen Beratungskosten übernommen werden. Das Prozedere des Förderverfahrens wird im Folgenden näher erläutert.

  • Von der Antragstellung bis zur Kostenerstattung


    Schritt 1: Antragstellung

    Für das Förderverfahren ist das BAFA zuständig. Die Antragstellung durch den Berater erfolgt über entsprechende elektronische Formulare, die unter http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/ abgerufen werden können. Eine Antragstellung in Papierform ist unzulässig.

    Schritt 2: Zuwendungsbescheid

    Nach der Antragstellung entscheidet das BAFA über die Bewilligung der Förderungsmaßnahme und erstellt zu diesem Zweck einen so genannten Zuwendungsbescheid. Dieser wird dem Berater in elektronischer Form übermittelt und steht im speziell für die Vor-Ort-Beratung eingerichteten Online-Portal auch entsprechend als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung.

    Schritt 3: Kostenerstattung und Auszahlung des Zuschusses

    Die Vor-Ort-Beratung durch den Berater muss innerhalb von 6 Monaten nachdem der Zuwendungsbescheid erstellt wurde (Bewilligungszeitraum) durchgeführt werden. In diesem Zeitraum muss auch der entsprechende Beratungsbericht an den Kunden ausgehändigt und in einem abschließenden Gespräch genauer erläutert werden.

    Für die weitere Bearbeitung müssen dem BAFA im Bewilligungszeitraum auch die als Verwendungsnachweis notwendigen Unterlagen über das bereitgestellte Online-Verfahren zur Einreichung vorliegen. Dazu gehören:

    • der Beratungsbericht
    • die vom Berater und Kunden jeweils unterschriebene Verwendungsnachweiserklärung
    • und die Kopie der Rechnung.
    • Wichtige Verbraucherhinweise zur Energieberatung
  • Wer kann die Förderung in Anspruch nehmen?

    Die energetische Vor-Ort-Beratung kann von Eigentümern, Mietern und Pächtern entsprechender Gebäude in Anspruch genommen werden. Da sich die Energieberatung entsprechend auf den jeweiligen gesamten Gebäudekomplex bezieht, bedürfen Mieter und Pächter einer Erlaubnis des Eigentümers bzw. der Eigentümergemeinschaft.

    Eine Förderung ist dabei für folgende Personenkreise möglich:

    • natürliche Personen
    • juristische Personen
    • rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (auch Agrarbetriebe und Unternehmen im Bereich Wohnungswirtschaft)
    • sonstige Einrichtungen, die kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen
  • Welche Gebäude-Anforderungen und Regelungen bestehen?

    Die Energieberatung für ein bestimmtes Gebäude kann jeweils im Abstand von mindestens 8 Jahren erfolgen. Wechselt der Eigentümer, ist eine Vor-Ort-Beratung auch zu einem früheren Zeitpunkt möglich. Als Voraussetzungen für die Gebäude, für die eine energetische Vor-Ort-Beratung in Anspruch genommen werden kann, benennt die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die folgenden:

    • Gebäude, die sich im Bundesgebiet befinden
    • Gebäude, für die bis zum 31.12.1994 ein Bauantrag gestellt oder eine Bauanzeige erstattet wurde

    Darüber hinaus darf der umbaute Raum des Gebäudes nicht mehrheitlich (> 50 Prozent) auf der Grundlage späterer Baugenehmigungen durch Aufstockung oder Anbau verändert worden sein.

    Außerdem genügen nur Gebäude den Ansprüchen an eine Förderung, wenn diese ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden bzw. aktuell mehrheitlich (> 50 Prozent) als Wohnfläche genutzt werden.

    Unter folgenden Voraussetzungen kann die energetische Vor-Ort-Beratung auch bei Vorliegen der vorangegangenen Voraussetzungen ausgeschlossen sein:

    • Der Eigentümer ist ein rechtlich selbständiges und eine bestimmte Größe überschreitendes Unternehmen.
    • Es liegt eine unmittelbare oder mittelbare vermögensrechtliche Beteiligung der öffentlichen Hand am Gebäude vor
    • Es bestehen Eigentums- bzw. Nutzungsrechte des tätigen Berater oder bestimmter ihm nahestehenden Personen am Gebäude (vgl. insbesondere Nr. 2.4.4 der Richtlinie).
  • Was ist bei der Bezuschussung besonders zu beachten?

    Sind alle Kriterien ordnungsgemäß erfüllt, wird der Zuschuss an den Berater gezahlt. Dieser ist verpflichtet, die Förderung bei den Beratungskosten für den Kunden zu verrechnen. Somit zahlt der Kunde abschließend einen ermäßigten Rechnungsbetrag. Folgende Zuschüsse sind möglich:

    • Ein- und Zweifamilienhäuser: max. 400 Euro
    • Häuser mit 3 und mehr Wohneinheiten: max. 500 Euro
    • Mögliche Bonuszahlungen: 50 Euro für die Beratung zur Stromeinsparung, 25 Euro pro Thermogramm bei thermografischen Untersuchungen (max. 100 Euro)
  • Gibt es einen Rechtsanspruch?

    Ein Rechtsanspruch auf die Bezuschussung besteht nicht. Wird bei der Energieberatung die entsprechende Frist (6 Monate nach Erstellung des Zuwendungsbescheids) nicht gewahrt, werden Zuschüsse nicht gezahlt.

  • Ausgewählte Ansprechpartner zur Förderung der Energieberatung


    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

    Referat 424
    Frankfurter Straße 29 – 35
    65760 Eschborn
    Telefon: +49 6196 908-880
    Internet: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/

    Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
    Postfach 30 02 65
    53182 Bonn
    Telefax: +49 228 4223462
    Zur Informationsbroschüre Energieeffizienz und Energieeinsparung

    Energie-Effizienz-Experten.de

    Unter Energie-Effizienz-Experten.de erhält man über die Experten-Datenbank Unterstützung bei der Suche nach entsprechenden für die Vor-Ort-Beratung qualifizierten Ansprechpartnern. Außerdem ist das Informationsangebot insbesondere für die Suche nach Partnern für KfW-Effizienzhäuser 40 und 55 (Neubau/Sanierung) und für Baudenkmäler ausgelegt.

    Verbraucherzentrale-Energieberatung.de

    Auch unter Verbraucherzentrale-Energieberatung.de findet man Informationen rund um die kompetente Energieberatung. Es können individuelle Termine für dieses Dienstleistungsangebot, durchgeführt von aktuell rund 400 unabhängigen Energieberatern mit entsprechender Expertise, vereinbart werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt diese Initiative.