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  • Kritik an der EEG-Reform

    12. Mai 2016
  • Am 10. Mai wurde mit bundesweiten Aktionen gegen die geplante EEG-Reform demonstriert. Unter dem Motto "Energiewende retten!" hatten sich viele Verbände und Organisationen mit dem Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien versammelt, teils auch unterstützt von Landesregierungen und Politikern.

  • Während die Bundesregierung über die Umsetzung der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) debattiert, geht es rund um die Energiewende auch bei den betroffenen Parteien heiß her. Sie befürchten durch die EEG-Reform ein deutliches Ausbremsen des weiteren Ausbaus regenerativer Energien.

    Kritikpunkte sind dabei insbesondere das neu geplante Förderungssystem, bei dem z.B. Einspeisevergütungen durch Ausschreibungen ersetzt werden sollen. Das ginge zu Lasten kleiner, mittelständischer Unternehmen, die sich aktiv an der Energiewende beteiligen, aber dann gegen die großen Konzern-Akteure am Markt verlieren würden.

    Bereits im Vorfeld des Aktionstages mahnte der Bundesverband Erneuerbare Energie aus diesen Gründen vor der Gesetzesnovelle. Über diese will die Bundesregierung noch vor der Sommerpause abschließend entscheiden.

    Photovoltaik und Windkraft brechen ein

    Kritik kommt auch aus den Reihen weiterer führender Verbände für Erneuerbare Energien. Mit Ökostrom aus Wind- und Solarenergie könne man die Energiewende entscheidend vorantreiben, werde aber durch die EEG-Reform ausgebremst.

    Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft wurden die gesteckten Ausbauziele beim Solarstrom erneut verfehlt. Als Grund werden unter anderem Marktbarrieren angeführt. Der Bundesverband Windenergie prognostiziert ebenfalls eine negative Marktverschiebung. Der Ausbau der Windenergie an Land sei in einigen Regionen besonders gefährdet und könne so nicht zum übergeordneten Ziel der Energiewende beitragen.

    Strom- und Wärmeerzeugung bis 2050 durch erneuerbare Energien

    Man darf gespannt sein, wie die Bundesregierung mit der aktuellen Kritikwelle zur EEG-Reform umgeht. Am Ziel der Umstellung auf erneuerbare Energien halte man schließlich weiter fest. So fokussieren die CDU und die Grünen eine vollständige Strom- und Wärmeerzeugung aus regenerativen Energiequellen bis zum Jahr 2050.

    De Minimis als möglicher Kompromiss

    Mit einer Bagatellregelung (De Minimis), die aus einem EU-Vorschlag hervorgeht, könne man regionale und kleinere Anbieter stärken und damit auch den Wettbewerb am Markt vor möglichen Monopolen schützen. Ob dies letztlich in der EEG-Reform aufgegriffen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

    Bildquellen: Flickr.com
    greenXmoney, Photovoltaikanlage Nordhausen, CC BY-ND 2.0