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  • Alternative Kraftstoffe

  • Erdgas

    Erdgas gehört in Deutschland zu den beliebtesten Kraftstoffalternativen. Hierzulande liegt der Preis für 1 kg Erdgas zwischen 0,44 und 0,79 EUR. Da der Energiegehalt im Vergleich zur gleichen Menge Benzin größer ist, ergibt sich ein Preisvorteil von 40-60 Prozent. Da der Mineralölsteuersatz für Erdgas bis 2020 festgelegt wurde, sind von dieser Seite aus keine Verteuerung zu befürchten.

    Die saubere Verbrennung des Erdgases schont die Umwelt. Auf diese Weise verursacht Erdgas im Vergleich zum Schadstoffausstoß von Benzin- und Dieselfahrzeugen u.a. 75 Prozent weniger Kohlenwasserstoff und 85 Prozent weniger Stickoxide. Damit kann Erdgasantrieb die Ozonbildung um bis zu 80 Prozent reduzieren. Zudem verhindert die fortschrittliche Betankungstechnik die Freisetzung schädlicher Emissionen.

    Die Meinung, Erdgasantrieb bringe ein höheres Explosionsrisiko mit sich, konnten Crashtests widerlegen. Erdgas ist zudem nicht so leicht entflammbar, da seine Entzündungstemperatur bei 650°C liegt. Zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen machen ein erdgasbetriebenes Fahrzeug mindestens genauso sicher wie Diesel-oder Benzinfahrzeuge.

    Meist verfügen Erdgasfahrzeuge über einen bivalenten Antrieb, d.h. sie können mit Erdgas und Benzin betankt werden. Somit verdoppelt sich die Reichweite des Wagens. Nimmt man einen mit 10,5 kg befüllten 60 Liter-Erdgastank und einen Durchschnittsverbrauch von 5,9 kg pro 100 kman, ergibt sich eine Reichweite von 202 km.

  • Autogas

    Die Vorteile des Autogasantriebs liegen klar auf der Hand. Er ist umweltfreundlich, da Lärm und schädliche Emissionen geringer sind (z.B. 10-15 Prozent weniger CO2-Emissionen) und mit etwa 0,55 EUR pro Liter ergibt sich ein enormes Sparpotential! Europaweit entschieden sich schon 5 Millionen Fahrer für einen Autogaswagen.

    Autogas ist ein flüssiges Gas, welches ebenso gut wie Benzin und Diesel als Treibstoff für Verbrennungsmotoren eingesetzt werden kann. Es besitzt allerdings eine andere Zusammensetzung als das Erdgas und sollte mit diesem nicht verwechselt werden.

    Die EU hat die Autogasanforderung für ihre Mitgliedsländer einheitlich geregelt, so dass Sie problemlos Autogas (LPG, Flüssiggas) grenzüberschreitend nutzen können. In Deutschland gibt es derzeit etwa 2000 Tankstellen, die Autogas anbieten –Tendenz steigend. Im Ausland ist das Tankstellennetz mit diesem Angebot z.T. noch dichter. Da das Gewicht des Autogases geringer als das von Benzin ist, muss mit einem Mehrverbrauch von 10-30 Prozent gerechnet werden.

    Neuwagen mit Autogasantrieb liegen im Preis 2.000-3.000 EUR über dem Durchschnittspreis eines Benziners. Wollen Sie Ihren alten Wagen umrüsten, was bei allen Ottomotoren möglich sein sollte, müssen Sie mit bis zu 2.500 EUR rechnen. Dafür können Sie im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug mit einer niedrigeren Versicherungseinstufung und KFZ-Steuer rechnen.

    Wie die Umrüstung genau funktioniert? Der Motor wird um eine weitere Kraftstoffzufuhr für das Autogas ergänzt. Im Kofferraum wird der Gastank in die Ersatzradmulde eingebaut und anschließend mit dem Motor verbunden. Damit hat der Fahrer einen weiteren Vorteil. Er kann nun während der Fahrt zwischen Autogas und Benzin manuell wechseln, so dass er, sollte ein Tank leer sein, weiter fahren kann, ohne gleich tankenzu müssen.

    Wer die Befürchtung hat, der Gastank könne explodieren, wird von den Herstellern beruhigt. Anders als Benzintanks besteht der Tank nicht aus Blech, sondern aus 3,5 mm dicken Stahl, der Unfall- und Hitzeeinwirkungen standhält. Zusätzlich verhindert ein Rohrbruchventil, wenn die Gasleitung zum Motor beschädigt wird, dass weiter Gas austritt. Durch eine undichte Leitung lässt der Gasdruck nach, worauf dieses Ventil reagiert und in weniger als einer Sekunde den Tank verschließt. Der Gastank muss innerhalb von 10 Jahren ausgetauscht werden.

  • Biodiesel

    Das Öl von Raps, Sonnenblumen, Soja und anderen ölhaltigen Pflanzen wird mit Methanol zu Biodiesel vermischt. Auch hier hat die EU die Anforderungen einheitlich festgelegt, so dass an allen Tankstellen innerhalb der EU die gleiche Qualität erhältlich ist.

    Biodiesel wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, da er keinen Schwefel enthält, weniger schädliche Emissionen verursacht und biologisch abbaubar ist. Zudem schont er den Motor aufgrund seiner guten Schmierfähigkeit. Außerdem liegt sein Entflammungspunkt (170°C) höher als bei anderen Kraftstoffen.

    Bevor Sie Biodiesel nutzen können, müssen Sie Ihren Dieselwagen entsprechend umrüsten. Danach können Sie sowohl Biodiesel als auch normalen Diesel verwenden. Für einige Dieselmotoren mit modernen Einspritzsystemen ist diese Umrüstung jedoch nicht möglich. Erkundigen Sie sich deswegen bei Ihrer Werkstatt. Biodiesel ist an etwa 2000 Tankstellen in Deutschland erhältlich. http://www.iwr.de/biodiesel/tankstellen.html Über diesen Link können Sie in Ihrer Umgebung nach Biodiesel-Tankstellen suchen.

  • Pflanzenöl

    Auch Pflanzenöl (Abkürzung Pöl) - nicht zu verwechseln mit Biodiesel - eignet sich als Treibstoff fürs Auto. Nach entsprechender Nachrüstung können sie beinahe alle Pflanzenöle als Treibstoff verwenden. Auch die für Biodiesel zulässigen Fahrzeuge müssen vor der Nutzung von Pflanzenöl entsprechend umgerüstet werden. Der Vorteil des Pflanzenölantriebs ist, dass es sich anders als beim Erdöl um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, der sich hinsichtlich der CO2-Emissionen neutral verhält. Derzeit sind die Tankstellen, die Pflanzenöl anbieten, nicht sehr großzügig gesät. Aber sicher wird man zukünftig mit einem dichteren Tankstellennetz rechnen können.

  • Elektroantrieb

    Fahrzeuge mit Elektromotor werden mit der in Akkumulatoren gespeicherten Energie betrieben. Aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit des Akkus von 1-1,5 Stunden eignen sie sich nur für den Stadtverkehr und kurzen Strecken. Mit ihrer geringen Geschwindigkeit (Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) und Reichweite (50-100 km) können Elektrofahrzeuge mit anderen alternativen Kraftstoffen nicht konkurrieren und bleiben derzeit auf die meist firmeninterne Nutzung beschränkt. Immerhin benötigen einige Fahrzeuge für eine Strecke von 100 km gerade mal 8-10 kwh. Deswegen beschäftigen sich weiterhin namhafte Autohersteller mit der Weiterentwicklung von Elektromotoren. Schließlich haben sie trotz aller Nachteile auch eine Menge Vorteile zu bieten: keine Abgase beim Fahren, geräsucharmer Antrieb, geringer Wartungsaufwand und ebenso geringe Unterhaltskosten.