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  • Strommarkt

  • Der Strommarkt wurde 1999 liberalisiert und damit die Möglichkeit zu fairem Wettbewerb geschaffen. Dies sollte zu einer größeren Zahl von Stromanbietern, zu mehr Wettbewerb und nicht zuletzt zu moderaten Strompreisen für die Verbraucher führen. Nach einem gelungenen Start liegen die Preise allerdings auf dem gleichen hohen Niveau wie vor der Öffnung des Strommarktes.

    Die derzeit vier größten Stromanbieter, die zu 90% den Strombedarf in Deutschland decken und damit auch zum großen Teil die Preise mitbestimmen, sind E.on, RWE, Vattenfall und EnBW. Leider ist gerade bei ihnen nicht viel von Wettbewerbseifer zu spüren. Ihnen gehört ein großer Teil des Stromnetzes.

    Wollen andere Anbieter ihre Kunden beliefern, müssen sie an diese vier ein Netznutzungsentgelt entrichten, das für die Wartung der Leitungen und die Durchleitung erhoben wird. Je höher diese Netzzugangsgebühr ausfällt, umso höher sind letztendlich auch die Preise der anderen Stromanbieter und dementsprechend kleiner fällt der Preisvorteil für den Kunden aus, wenn er seinen Stromanbieter wechseln will.

    Somit sind überhöhte Netzentgelte ein beliebtes Mittel, um auch bei konkurrierenden Stromanbietern für hohe Strompreise zu sorgen, da diese ebenfalls ihre Kosten an den Kunden weiter geben. Um den Gebührenerhöhungen Einhalt zu gebieten und einen freien Zugang zum Stromnetz zu fairen Preisen zu ermöglichen, wurde im Juli 2005 die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde eingerichtet, bei der die Netzbetreiber ihre Netzentgelte erst genehmigen lassen müssen, bevor sie diese anderen in Rechnung stellen können.

    Einen weiteren Einfluss auf die Höhe des Strompreises übt natürlich auch die Höhe des "reinen" Strompreises aus, der an der europäischen Strombörse in Leipzig, der EEX, ausgehandelt wird. Hier kaufen Stromhändler ihren Strom von den vier größten Stromerzeugern ein, die zusammen80% der gesamten Stromerzeugungskapazität erbringen.

    Auch der Staat bestimmt mit seinen Steuern und Abgaben die Höhe des Strompreises mit. Im Jahr 1999 führte er die Ökosteuer ein sowie jeweilige Abgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz). Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19% trug ihr übriges zurStrompreiserhöhung bei.