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  • Strompreis

  • Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

  • Nach Angaben des Bundesverbandes für Erneuerbare Energien e.V. kostete in Deutschland im Jahr 2003 eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 18,4 Cent - heute liegt der Tarif z.T. noch höher! Aber aus welchen Posten setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?

  • Netzentgelt

    Das Netzentgelt nimmt mit gut einem Drittel den größten Anteil am Strompreis ein. Mit dem Netzentgelt, das bei Privatkunden im Strompreis schon eingerechnet, bei Gewerbekunden und Weiterverteilern aber getrennt ausgewiesen wird, will der Netzbetreiber seine gesamten Kosten abdecken, die ihm für die Strom- und Gasversorgung entstehen.

    Darin sind die Kosten für Aufbau und Instandhaltung des Netzes, Personal- und Betriebsführungskosten sowie die Regelenergie enthalten. Außerdem gehören die Umspannungskosten dazu, die entstehen, wenn Strom von einer Nieder- auf eine Mittelspannungsebene oder umgekehrt weitergeleitet wird.

    Bevor der Netzbetreiber dieses Entgelt bei seinen Kunden in Rechnung stellen kann, muss er seine Kostenkalkulation hierfür von der Bundesnetzagentur prüfen lassen. Diese gibt dann eine genaue Obergrenze für das Netzentgelt vor, die meist weit unter dem Betrag liegt, den der Netzbetreiber veranschlagt hat.

    Stromsteuer

    Die Stromsteuer wurde am 1. April 1999 in Deutschland eingeführt und besteuert den Verbrauch von Strom. Sie entstand im Zuge des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform, weswegen es auch Möglichkeiten zur Steuerbefreiung und Steuerermäßigung gibt.

    Ersteres gilt für die Nutzung von Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Steuerermäßigungen erhalten diejenigen, die über eine Nachtspeicherheizung verfügen, die vor dem 1. April 1999 installiert wurde, sowie Unternehmen die Schienenbahnen und Oberleitungsbusse betreiben, für das produzierende Gewerbe und Unternehmen aus der Land- und Forstwirtschaft.

    Konzessionsabgabe

    Eine weitere Komponente des Strompreises ist die Konzessionsabgabe. Dieses Entgelt müssen die Energieversorgungsunternehmen an die jeweilige Gemeinde entrichten, da sie öffentliches Gebiet für das Verlegen und Betreiben von Leitungen nutzen.

    Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

    Nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz müssen Stromversorgungsunternehmen, die Strom aus einer Kraft-Wärme-Anlage beziehen, je nach Modernisierungsstand der Anlage einen gewissen Zuschlag je Kilowattstunde zahlen. Mit diesen Zuschlägen subventioniert der Bund die Modernisierung, den Erhalt und Ausbau von Kraft-Wärme-Anlagen, wenn sie mit fossiler Energie betrieben werden. Je umfangreicher eine solche Anlage modernisiert wurde, um so größer ist der Bonus je Kilowatstunde, den die Stromversorgungsunternehmen erhalten. Mit dieser Förderung will man die Effizienz alter Anlagen erhöhen und Stilllegungen verhindern.

    Erneuerbare-Energien-Gesetz

    Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen Stromversorger eine entsprechende Abgabe an den Staat entrichten. Diese wird für den Ausbau solcher Anlagen verwendet, die Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen.