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  • Gaspreis

  • Woraus setzt sich der Gaspreis zusammen?

    Ein Tarif der Gasanbieter setzt sich aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis zusammen. Der Arbeitspreis, immer in Cent/kWh angegeben, beziffert das Entgelt, welches Sie für jede der von Ihnen verbrauchten Kilowattstunde bezahlen müssen. Im monatlichen Grundpreis sindu.a. die Netz- und Vertriebskosten des Gasanbieters enthalten.

    Der von Ihnenzu zahlende Gaspreis enthält folgende Bestandteile:

    (Quelle: Erlanger Stadtwerke, Stand 01.01.2007. Das Beispiel bezieht sich auf einen Jahresverbrauch von 25.000 kWh zu einem Gaspreis von 6,629 Cent/kWh.)

  • Die Beschaffungskosten beinhalten den Gaseinkaufspreis sowie alle Transportkosten. Mit den Verteilungskosten ist die Weiterleitung des Erdgases an die Endkunden gemeint. Darin enthalten sind auch alle Kosten die mit dem Ausbau und der Instandhaltung des Erdgasnetzes verbunden sind.

    Der Erdgassteuer liegt das Mineralölsteuergesetz zugrunde und setzt sich aus der Mineralölsteuer und der Ökosteuer zusammen. Mit ihr wird die Verbrauchsmenge an Erdgas besteuert. Den Betrag geben die Gasversorger über ihren Verkaufspreis an die Kunden weiter. Die Einnahmen zusammen mit der Mehrwertsteuer führen sie dann an das Zollamt ab. Der festgelegte Regelsatz beträgt 3,18 Cent/kWh. Wird Erdgas zum Beheizen von Wohnungen verwendet, gilt ein Steuersatz von 0,55 Cent/kWh.

    Die Konzessionsabgabe müssen die Netzbetreiber an die jeweilige Gemeinde entrichten, da sie öffentliches Gebiet für das Verlegen und Betreiben von Gasleitungen nutzen.

  • Die Entwicklung des Gaspreises

    Laut Hochrechnungen wird das Erdgas bis zum Jahr 2020 der zweitwichtigste Energieträger sein und 32 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland decken.

    Der Gaspreis orientiert sich überwiegend an dem des Heizöls gebunden. Seit Ende des Jahres 1997 stieg der Gaspreis um ca. 70 Prozent. Aber auch in den vergangenen acht Jahren konnte man eine konstante Preissteigerung beobachten. Zahlte man zu Beginn des Jahres 2000 für 33.540 kWh durchschnittlich 1.000 EUR, liegen die Kosten für die gleiche Leistung heute bei 1.700 EUR.

    Dennoch unterscheiden sich die regionalen Preise um bis zu 30 Prozent. Ein Grund hierfür liegt in den steigenden Beschaffungskosten. Im Januar 2006 sind sie, verglichen mit dem Vorjahren, um 40 Prozent gestiegen. In wie weit die in der letzten Zeit angekündigten Preissteigerungen gerechtfertigt sind, will das Kartellamt überprüfen. Da es auf dem Gasmarkt anders als beim Strommarkt keine Preisaufsichtsbehörde gibt, liegt die Befürchtung nahe, dass die Gasversorger Ihre beherrschende Stellung am Markt nutzen, um die Preise zusätzlich in die Höhe zu treiben.