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  • Öl oder Gas?

  • Wer vor der Entscheidung steht, mit welchem der zwei wichtigsten Energieträger - Heizöl und Gas - er seine Wohnung beheizen möchte, orientiert sich hauptsächlich an den Verbrauchskosten.

  • Preisunterschied

    Trotz steigender Heizölpreise ist das Heizen mit Öl im Vergleich zum Gas immer noch die günstigere Variante. Laut der Fachzeitschrift "Brennstoffspiegel" bezahlte man im ersten Quartal 2005 für 3.000 Liter Heizöl durchschnittlich 1.371 EUR. Die entsprechende Menge Erdgas beträgt 33.540 kWh, einschließlich der Grundgebühr kostete diese Menge Erdgas im Schnitt 1.642 EUR. Das ergibt einen Unterschied von 271 EUR. Bei einem geringeren Verbrauch ist Erdgas sogar um 27% teurer als die entsprechende Menge Heizöl.

    Dass dieser Preisunterschied kein Zufall, sondern die Regel ist, ergibt sich aus den Daten, die das Statistische Bundesamt erhoben hat, sowie der Öl-Gas-Preisvergleich für die vergangenen 10 Jahre, welchen die Fachzeitschrift "Brennstoffspiegel" durchführte. Da die Bindung des Gaspreises an den des Öls weiterhin bestehen bleibt, wird sich an diesem Verhältnis in naher Zukunft wohl auch nichts ändern.

  • Vollkostenrechnung

    Eine sichere Entscheidungsbasis bietet auf alle Fälle eine Vollkostenrechnung. Hier werden neben den verbrauchsgebundenen Kosten auch die Investitions- und Installationskosten sowie die Kosten für Reinigung, Wartung und Versicherung berücksichtigt.

    Eine entsprechende Berechnung des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) ergab einen klaren Vorteil für die Gasheizung, der sich dadurch erklären lässt, dass für diese kein Heizungskeller oder Tank sowie der Abschluss einer Gewässerschaden-Versicherung notwendig ist. Zudem bezog sich diese Berechnung auf den Neubau eines Einfamilienhauses. Eine Vollkostenrechnung kann im Falle einer Modernisierung oder beim Fehlen eines Gasanschlusses zu einem anderen Ergebnis kommen.

  • Wechsel von Öl zu Gas

    Wer überlegt von Öl auf Gas zu wechseln, sollte berücksichtigen, dass der Anschluss sowie die Installation hohe Kosten verursachen, insbesondere wenn neue Gasleitungen gelegt werden müssen. Hinzu kommen die Kosten für den Ausbau und der Entsorgung des Öltanks. Der Einbau von moderner Brennwerttechnik macht ein entsprechendes Abgassystem im Schornstein notwendig, welches Nässeschäden im Mauerwerk verhindern soll.

    Wer nicht an das regionale Erdgasnetz angeschlossen ist und vor den hohen Anschluss- und Installationskosten zurückschreckt, kann als Alternative Flüssiggas verwenden. Hierfür ist allerdings ein Tank notwendig, der über-, halb- oder unterirdisch im Garten aufgestellt wird. Außerdem ist Flüssiggas nach Strom mit der teuerste Brennstoff. Deswegen sollten Sie sich nicht für lange Zeit an einen Lieferanten binden.