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  • Tipps zum Energie sparenden Heizen

  • Wer nicht gleich eine komplette Haussanierung vom Dach bis zum Keller oder den Einbau einer neuen Heizanlage wagen kann oder will, hilft sich eben mit alltäglichen Maßnahmen, um beim Heizen Energie zu sparen.

    • Das Wohlgefühl stellt sich für jeden bei einer anderen Zimmertemperatur ein. Überlegen Sie, wo es in Ihrer Wohnung unzweckmäßig warm ist. Denn schon wenn Sie die Raumtemperatur um 1 Grad senken, können Sie bis zu 6 Prozent Energie sparen. Zur Orientierung einige Richtwerte: im Schlafzimmer genügen 16-17°C, in der Küche 18°C, im Wohn- und Kinderzimmer 20°C und im Bad sollten 22°C sein. Für die Atemwege ist eine Temperatur von 18% optimal. Ob wir diese als angenehm oder unangenehm empfinden, hängt v.a. davon ab, ob wir von draußen aus der Kälte kommen oder gerade in einem wärmeren Raum waren. Wer längere Zeit sitzt, fängt außerdem nach einer Weile an zu frieren. Statt die Heizung höher zu drehen, genügt es oft schon, sich einen warmen Pullover überzuziehen. Auch für längere Zeit ungenutzte Räume müssen nicht übermäßig geheizt werden.
    • Wenn Sie schon am frühen Abend die Rollläden runter lassen oder die Vorhänge zuziehen, bleibt die Wärme länger in den Räumen.
    • Richtiges Lüften ist wichtig, um die feuchte Luft auszutauschen und um Schimmel vorzubeugen. Denn ein Drei-Personen-Haushalt produziert beispielsweise 11 Liter Feuchtigkeit am Tag. Bei angekippten Fenstern kommt es zwar zum Austausch der feuchten Luft, aber die Wohnung kühlt aus. Deswegen lieber 4-5 mal am Tag das Fenster für fünf Minuten ganz aufmachen. So bleibt die Wärme in den Wänden und Möbeln erhalten.
    • Drehen Sie während des Lüftens die Heizung aus, da der Thermostat sonst durch die kühlere Luft auf maximale Leistung fährt.
    • Damit die Luft zirkulieren kann, sollten die Möbel ein paar Zentimeter von der Wand ab und keine größeren Möbel an der Außenwand stehen.
    • Nachts oder wenn Sie sich mehrere Stunden nicht in Ihrer Wohnung aufhalten, sollten Sie die Heizung um drei bis vier Grad runterdrehen, also eine Stufe auf dem Heizventil. Wenn Sie die Heizung ganz abschalten, kühlt die Wohnung zu sehr aus. Das Wiederaufheizen würde dann zu viel Energie benötigen.
    • Achten Sie darauf, dass Ihre Heizkörper nicht durch Schränke, Tische oder Vorhänge verdeckt sind. Sonst heizen sie nur die Außenwand und verlieren bis zu 20% Ihrer Heizenergie. Auch dekorative Verkleidungen und das Wäschetrocknen auf den Heizkörpern führt zu Energieverlust.
    • Mit dem Dämmen der Heizkörpernischen können Sie bis zu 4 Prozent Energie sparen.
    • Damit sich das warme Wasser in den Heizkörpern richtig verteilen kann, darf keine Luft darin sein. Sollten sich Ihre Heizkörper unregelmäßigen erwärmen oder sie hören glucksende Geräusche, wird es Zeit für eine Entlüftung. Denn die Luft verursacht bis zu 10 Prozent höhere Heizkosten.
    • Thermostatventile schalten den Heizkörper ab, sobald die eingestellte Temperatur im Zimmer erreicht ist.
    • Undichte Fenster sind die häufigste Ursache von zu großem Energieverlust. Ihnen kommen Sie mit alten Hausmitteln auf die Schliche. Eine brennende Kerze zeigt Ihnen Zugluft an. Auch wenn Sie ein zwischen Rahmen und Fenster eingeklemmtes Papier ohne Probleme herausziehen können, sollten Sie Ihre Fenster mit selbstklebendem Schaumstoff oder mit Dichtungsbändern abdichten.
    • Das gleiche gilt für Türen. In geheizten Räumen sollten sie immer geschlossen werden.
    • Die teuerste Variante überhaupt sind elektrische Heizlüfter. Um übermäßige Kosten zu verhindern, sollten sie nicht rund um die Uhr betrieben werden.
    • Die Vorlauftemperatur sollte besonders in der Übergangszeit nicht zu hoch eingestellt sein, da diese zu kurzen Brennlaufzeiten führen und damit zu hohen Energiekosten.
    • Um wertvolle Heizenergie zu erhalten, sollten Rohre, der Heizkessel und Warmwasserspeicher gut gedämmt sein. Wenn in Ihrem Heizungskeller Wohnzimmertemperaturen herrschen, sollten Sie das Dämmen schnell nachholen.
    • Auch im Sommer sollte die Heizung wenigstens alle zwei Monate für 10 Minuten aufgedreht werden, um ein Festsetzen der Pumpe zu verhindern.
    • Sollte Ihre Heizungsanlage älter als 10-15 Jahre sein, lohnt sich der Einsatz moderner Brennwert-Technik. Diese nutzt auch noch die Abwärme und erbringt daher 10-15% mehr Energie. Im Vergleich zu alten Anlagen sparen Sie bis zu 40 Prozent Energie. Der Kauf rechnet sich schon innerhalb der nächsten Jahre. Zum Teil gibt es sogar finanzielle Förderung vom Staat (z.B. Erdgas-Brennwertgeräte).
    • Auch Warmwasserleitungen sollten gedämmt werden. Außerdem sollte die Temperatur des Warmwassers nicht über 60°C liegen.