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  • Aktuelle Infos zur E10 Debatte

    9. März 2011
  • Die Einführung des Biokraftstoffs E10 hat in Deutschland für großes Aufsehen gesorgt. Auf dem sogenannten Benzin-Gipfel in Berlin trafen sich nun kürzlich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um über die aktuelle E10 Debatte zu beraten.

    Neben Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer engagieren sich auch viele weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft weiterhin für den Biokraftstoff und verständigten sich über neue Konzepte und Maßnahmen, um der aktuellen Verunsicherung der Verbraucher entgegen zu wirken. Bereits kurz nach der Einführung von E10 in Deutschland ist die Meinung der Bundesbürger zum neuen Biokraftstoff gespalten.

    Vor dem Verkaufsstart des E10 Benzins mit höheren Ethanolanteil wurde zwar eine spezielle Informationsbroschüre herausgegeben, diese scheint jedoch nicht ausreichend an die Bevölkerung gedrungen zu sein. Mit der aktuellen Diskussion, dass der neue Kraftstoff eben nicht für jedes Fahrzeug geeignet ist und unter Umständen Motorschäden verursache, ist das Misstrauen gegenüber E10 gewachsen. Die Bundesregierung will diesem Trend nun gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaft und Verbänden entgegenwirken.

    Gegenüber dem herkömmlichen Sprit (E5) hat der neue Biokraftstoff E10 einen höheren Bioethanolanteil und ist als solches mit dem Namen E10 an den Zapfsäulen der Tankstellen gekennzeichnet. Durch den neu eingeführten Biokraftstoff sollen langfristig Klima- und Umweltschutzziele verfolgt und die Erdölressourcen geschont werden. Wie der ADAC und andere Institutionen bekannt gegeben haben, können rund 90 Prozent aller Benzinautos E10 tanken. Die Motoren älterer Fahrzeugmodelle vertragen den Biosprit jedoch nicht. Welche Autofahrer künftig E10 tanken können, geht aus verschiedenen Informationsquellen hervor. Die DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat dazu beispielsweise eine spezielle Übersicht in Auftrag gegeben. Künftig sollen entsprechende Listen auch an jeder Tankstelle bereitgestellt werden.

    Die Bedeutung von Biokraftstoffen wie E10 in der EU und anderen Ländern

    Deutschland ist nicht das erste Land innerhalb der Europäischen Union, dass mit E10 den Forderungen der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU gerecht werden will. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 10% des Energieverbrauches im Verkehrssektor über erneuerbare Energien erwirtschaftet werden. Der Biokraftstoff E10 soll zu diesem Ziel maßgeblich beitragen. Die Neuregelung der EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie (2009/30/EG) wurde bisher jedoch nur in Frankreich flächendeckend umgesetzt, wo bereits seit einiger Zeit SP95 E10 angeboten wird.

    In den USA sind Benzin-Beimischungen ebenfalls gängige Praxis. Im skandinavischen Schweden gibt es sogar einen E85 Kraftstoff am Markt. Vergleichende Studien zu möglichen Auto- und Motorschäden liegen jedoch aktuell nicht vor. Energiesparer.org wird die deutschland- und europaweite E10 Debatte weiter verfolgen.