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  • Anstieg der Gaspreise befürchtet

    27. Juni 2008
  • Wie bekannt wurde, befürchtet das Umweltministerium noch für dieses Jahr eine drastische Steigerung der Gaspreise. So teilte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Michael Müller (SPD), der „Welt am Sonntag“ mit: „Über die bereits bekannt gewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben“.

    Für die drastische Steigerung der Preise werden zum einen die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis, zum anderen spekulative Gewinne verantwortlich gemacht. Auch wenn Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) diese Äußerung als spekulativ zurückwies, entfachte sie dennoch eine erneute Diskussion um eine mögliche Entkoppelung der Preisbindung. Die Befürworter dieser Maßnahme versprechen sich davon eine Senkung des Gaspreises.

    Denn die Gaspreisbindung an den Ölpreis führe zu einer künstlichen Verteuerung, weil für den Gasmarkt andere Faktoren bedeutsam wären als für den Ölmarkt. Dagegen wenden Kritiker ein, dass die drei großen erdgasproduzierenden Länder Russland, Kuwait und Iran nach der Entkoppelung höchstwahrscheinlich ein Preiskartell bilden würden. Als Alternative nannte Ulrich Kelber, der Energie-Experte von der SPD-Fraktion, die Einführung eines Sozialtarifes für Energie sowie die einer Entfernungspauschale für Geringverdiener.