• Jetzt clever Energie sparen mit Energiesparer.org

  • Die Biosprit-Verordnung kommt nicht

    4. April 2008
  • Die umstrittene Verordnung zur Erhöhung des Bioethanol-Anteils von 5 auf 10 Prozent ist gescheitert. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bestätigte den endgültigen Stopp des Vorhabens. Wäre die Verordnung in Kraft getreten, hätten die Besitzer, für deren Auto das neue Benzingemisch ungeeignet wäre, fortan das ca. 15 Cent teurere Super-Plus tanken müssen. Diese finanzielle Belastung bleibt ihnen nun erspart. Nach den letzten Zahlen wären über 3 Millionen Autofahrer davon betroffen gewesen. Bundesumweltminister Gabriel hatte schon im Vorhinein angekündigt, die Verordnung bei einer Million Fahrzeugen zu stoppen. Ausschlaggebend waren schließlich die Angaben der ausländischen Autohersteller, die mit über 3 Millionen betroffenen Fahrzeugen rechnen, welche das neue Benzingemisch nicht vertragen und Motorschäden davontragen würden. Deutsche Hersteller gaben dagegen 189.000 an und der Verband der Automobilindustrie hatte 375.000 betroffene Fahrzeuge erwartet. Für alle Dieselfahrzeuge bleibt allerdings die Erhöhung auf 7 Prozent Bioanteile im Kraftstoff bestehen, da diese sich nicht schädlich auf den Motor auswirken. Für die Klimaschutz-Strategie der Bundesregierung, die 2007 beschlossen wurde, besteht nun die Gefahr, dass sie die Vorgabe von 20 Prozent Biokraftstoffanteil bis 2020 nicht einhalten werden könne.