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  • Energiesparen als Wahlkampfthema

    13. September 2008
  • Damit Energieverbraucher von den starken Preissteigerungen im Energiebereich zukünftig nicht mehr allzu stark belastet werden, hat eine Arbeitsgruppe unter der Führung von Stephan Kohler, dem Chef der staatlichen Deutschen Energieagentur, und Claudia Kemfert, der Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, mehrere Vorschläge für das Wirtschaftsministerium erarbeitet, die demnächst in der Unionsfraktion des Bundestages diskutiert werden sollen.

    Das Programm setzt dabei auf Energiesparmaßnahmen, auf um 8 Jahre längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und auf mehr Wettbewerb im Energiesektor. Im Falle der Umsetzung dieses Paketes geht die Arbeitsgruppe von einer Einsparung um ein Drittel aus.

    Unter anderem wird ein Zuschuss für den Neukauf von Energie effizienten Kühlschränken vorgeschlagen, der sich auf 150 Euro beziffern und nur bis zum Jahr 2012 ausgezahlt werden solle. Dieser Anreiz beruht darauf, dass Verbraucher mit modernen Kühlschränken bis zu 80 Euro an Stromkosten einsparen können.

    Darüber hinaus soll die Sanierung von Häusern weiterhin gefördert werden. Auch die Stromversorger werden in die Pflicht genommen. Es wird vorgeschlagen, dass sie ihren Kunden individuelle Tarife offerieren. Dagegen lehnt die Arbeitsgruppe so genannte Sozialtarife für Bedürftige ab.

    Zur Finanzierung des Programms könnten unter anderem die Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten herangezogen werden. Andere Parteien wollen ebenfalls eigene Vorschläge veröffentlichen, mit denen die Kunden unabhängiger gegenüber Preissteigerungen von Öl und Strom werden. Gerade im Vorfeld der Bundestagswahl wird das Thema Energie aller Voraussicht nach in den nächsten Monaten eine starke Rolle in der Politik einnehmen.