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  • EnEV 2014 in Kraft getreten

    7. Mai 2014
  • EnEV2014Seit dem 1. Mai 2014 greifen einige Änderungen rund um das Energie sparen. Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) bringt insbesondere Neuregelungen in der Umsetzung einer EU-Richtlinie mit sich, die langfristig zu einem bundesweiten klimaneutralen Gebäudebestand beitragen sollen. Dabei thematisiert die neue Verordnung insbesondere das Sparen von Energie in privat genutzten Gebäuden.

    Mit dem Inkrafttreten der EnEV 2014 sind Hauseigentümer, Immobilienbesitzer und beispielsweise auch Immobilienmakler gefordert, die Neuregelungen entsprechend umzusetzen. Hierzu gehören verschiedene Sanierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, aber auch Maßnahmen, die Verbrauchern einen besseren Einblick zu Energiebedarf und Energieverbrauch bei Gebäuden geben und somit auch konkrete Rückschlüsse auf die Energiekosten zulassen sollen. Für die Umsetzung der erforderlichen Änderungen gilt eine Zwei-Jahres-Frist. Danach werden Nichteinhaltungen als Ordnungswidrigkeit mit entsprechendem Bußgeld belegt.

    Was die neue EnEV 2014 für Alt- und Neubauten regelt

    Für Altbauten ist gemäß der Verordnung vorgeschrieben, dass Öl- und Gas-Heizkessel mit Einbau vor 1985 ab dem Jahr 2015 nicht mehr betrieben werden dürfen. Für alle nach 1985 eingebauten Heizungsanlagen ist ein Austausch aller 30 Jahre geregelt. Ausgenommen davon sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Im Gesetzestext der EnEV 2014 werden die Einzelheiten hierzu sowie verschiedene Sonderfälle ausführlich beschrieben. Neuregelungen greifen auch für Neubauten, die ab dem Jahr 2016 entsprechend höhere Anforderungen erfüllen müssen. Hierzu gehört ein insgesamt herabgesetzter jährlicher Primärenergiebedarf (-25 Prozent) für alle neu gebauten Wohn- und Nichtwohngebäude. In der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie greifen dann verbindlich ab dem Jahr 2021 konkrete Richtwerte für einen EU-weiten Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Bezüglich Dämmung und Wärmeschutz und entsprechenden Nachrüstungspflichten ergeben sich weitere Änderungen, darunter beispielsweise neue Mindestanforderungen an die Dämmung im obersten Geschoss. Auch bei allen größeren baulichen Veränderungen am Gebäude sollte die EnEV 2014 herangezogen werden, um vermeintlichen Verstößen vorzubeugen. Betrifft die Veränderung über 10 Prozent eines Bauteils, müssen die Baumaßnahmen unbedingt der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) genügen.

    Energieausweis Pflicht ab 1. Mai 2014

    Eine wichtige Neuerung der EnEV betrifft den Energieausweis. Dieser ist für Miet- und Kaufimmobilien gleichermaßen verpflichtend und muss den Interessenten entsprechend bei der Besichtigung vorgelegt werden. Ebenso müssen Makler und Private, die für eine Immobilie werben, bereits in Anzeigen konkrete Angaben zum Energieausweis treffen.

    Der Energieausweis wurde auch entsprechend umgestaltet. In der neuen Version beinhaltet dieser nun auch eine Angabe zur Energieeffizienzklasse, vergleichbar mit der Kennzeichnung bei Haushaltsgeräte. Demnach hat ein Gebäude mit der Energieeffizienzklasse A+ einen durchschnittlich einen geringeren Energieendverbrauch als 30 kWh/Quadratmeter pro Jahr. Die schlechteste Energieeffizienzklasse (= hoher Energieverbrauch) ist mit dem Buchstaben H gekennzeichnet.

    Für Gebäude, die bereits einen alten Energieausweis verfügen, bleibt dieser 10 Jahre gültig. Hausbesitzer, die einen neuen Energieausweis für ihr Objekt benötigen, können sich entweder einen Energieverbrauchsausweis (basierend auf Daten des tatsächlichen Energieverbrauchs in den letzten 3 Jahren) oder einen Energiebedarfsausweis (basierend auf einer Berechnung des theoretischen Energiebedarfs anhand technischer und baulicher Gegebenheiten) ausstellen lassen. Welche Variante für welches Gebäude verpflichtend ist, erfährt man von den zugelassenen Ausstellern, darunter beispielsweise Architekten und Bauingenieure. Zu entsprechenden Anbietern informiert u.a. die Deutsche Energie-Agentur (vgl. energie-effizienz-experten.de)

    Mehr Wissen rund um die EnEV 2014

    Weiterführende Hinweise zur aktuellen Novellierung der Energieeinsparverordnung finden Interessierte beispielsweise auf den nachfolgenden Seiten:

    • BMVI – Hinweise des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
    • Enev-Online – Aktuelle Informationen sowie der Gesetzestext der EnEV 2014

    Bildquelle: Flickr.com – EnergieAgentur.NRW, EnEV 2014, CC BY 2.0