• Jetzt clever Energie sparen mit Energiesparer.org

  • EU-Klimaschutzkommissarin schlägt Energiesteuer vor

    19. April 2010
  • Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung sprach sich die EU-Kommissarin Connie Hedegaard für eine Energiesteuer in der EU aus, deren Einnahmen dem Klimaschutz zugute kommen sollen. Im Gegenzug solle man, so die aus Dänemark stammende EU-Kommissarin weiter, die Steuern auf Arbeit senken, um so die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Länder zu gewährleisten.

    Die EU-Kommissarin Connie Hedegaard spricht sich in diesem Zusammenhang zudem für ein Steuersystem aus, dass vermehrt hohe Steuern auf jene Tatbestände erhebt, die dem Gemeinwohl schaden, so wie es bei einem zu hohen Energieverbrauch der Fall ist. Durch eine Energiesteuer würden sich die Strompreise erhöhen und Unternehmen wie Privathaushalte gezwungen sein, auf einen effizienteren Einsatz von Energie zu achten.

    Besonders aus den Reihen der Experten erntet die EU-Klimaschutzkommissarin für ihren Energiesteuer-Vorschlag regen Zuspruch, wie auf Spiegel Online zu lesen ist. Das Online-Portal des Wochenmagazins zitiert etwa den Ökoexperten Friedrich Schmidt-Bleek mit den Worten: „Unternehmen versuchen schlecht haltbare Produkte möglichst oft zu verkaufen und so ihre Margen zu steigern. Eine nachhaltigere Industrieproduktion ist nicht möglich." Als Konsequenz daraus plädiert Friedrich Schmidt-Bleek für eine drastische Verteuerung der für die Produktion wichtigen Rohstoffe, wie etwa Öl, Metalle und Wasser. Schließlich hält auch der Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker die Erhöhung der Energiepreise für richtig. Er ist unter anderem Vorsitzender der UN-Institution International Panel for Sustainable Resource Management, in der sich führende Wissenschaftler mit den Folgen der Ressourcen-Ausbeutung beschäftigen und sich über nachhaltige Lösungen dieses Problems austauschen.