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  • Forsa-Umfrage: Verbrauchersicht auf den Ökostrom Ausbau

    14. August 2013
  • In Deutschland wird stark auf von Seiten der Bundesbürger stark an der Energiewende und ihren Zielen festgehalten. So wird mehrheitlich für den endgültigen Atomkraft-Ausstieg (82 Prozent) votiert und auch der Ausbau bei erneuerbaren Energien grundsätzlich befürwortet. Laut einer aktuellen Umfrage des Forsa-Instituts, in Auftrag gegeben vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), beurteilen Verbraucher jedoch die Umsetzung der für die Energiewende erforderlichen Maßnahmen kritisch.

    Dies betrifft insbesondere auch die Ansichten zum Thema Ökostrom, denn regelmäßige Strompreiserhöhungen machen Verbrauchern auch in Hinblick auf die Energiewende häufig besonders zu schaffen. So steigt die Anzahl der Verbraucher, die der Umsetzung im Bereich erneuerbare Energien kritisch gegenüber stehen (48 Prozent), wie die Forsa-Umfrage belegt.

    Nach eigener Ansicht bezogen auf die repräsentativen Umfragedaten führen diese insbesondere steigende Energiepreise (52 Prozent) als negative Auswirkung der Energiewende an. Positiv werden hingegen das Erreichen von Klima- und Umweltschutzzielen (38 Prozent) sowie der Atomausstieg zugunsten der Sicherheit (23 Prozent) wahrgenommen. Damit die Akzeptanz der Energiewende unter den Verbrauchern nicht gefährdet wird, spricht sich der Verbraucherzentrale Bundesverband insbesondere für eine stärkere Einbeziehung der Verbraucher zum Thema ein.

    Aus der aktuellen Forsa-Umfrage geht beispielsweise auch hervor, dass die Hälfte der Befragten es als „eher sinnvoller“ bzw. „klar sinnvoller“ einstuft, dass pro Jahr nur noch eine bestimmte Anzahl von Anlagen für erneuerbare Energien gefördert wird und sich dies stärker am Verbrauch bzw. der möglichen Weiterverwendung bemessen sollte. Anhand einer optimierten Planung könnten unter Umständen Kostenvorteile erzielt werden, welche die Energiewende effektiver gestalten.

    Befürwortet werde seitens der Verbraucher zudem ein bedarfsorientierter Ausbau von Neu-Anlagen nach dem Vorort-Prinzip, beispielsweise anhand von Windkraft- und Solaranlagen an Land anstelle von Offshore-Windparks vor der Küste.

    Im Zusammenhang mit den Umfrageergebnissen fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband auch eine Reform bei der Erhebung von Netzentgelten, um eine gerechtere Kostenverteilung zu erwirken. Steigt die EEG-Umlage wie aktuell prognostiziert weiter, wirke sich dies insbesondere für Verbraucher nachteilig aus. Im Hinblick darauf verwundert es nicht, das sich 62 der Befragten dafür aussprachen, entsprechend vergebene Privilegien von Industriebetrieben zur Kostenreduzierung zu streichen.

    Mehr zu den Umfrageergebnissen können Interessierte auf der nachfolgenden Seite abrufen: http://www.vzbv.de/12095.htm