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  • Kopenhagener Klimagipfel endet mit unverbindlichen Minimalkonsens

    29. Dezember 2009
  • Am Ende des bisher größten UN-Klimagipfels stand kein Abkommen, aber immerhin ein Minimalkonsens. Am 18. Dezember 2009 konnten sich in Kopenhagen zunächst 25 Länder, darunter die EU, USA, China, Südafrika und Indien, auf das gemeinsame Ziel festlegen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Zudem sollen die Länder bis zum 1. Februar 2010 nationale Ziele formulieren, mit denen sie ihre schädlichen CO2-Emissionen senken wollen. Außerdem einigte man sich darauf, die Klimaschutzmaßnahmen der Entwicklungsländer mit 21 Milliarden Euro zu unterstützen. Diesen unverbindlichen Vereinbarungen erkannten am Ende alle beteiligten Staaten an.

    Das Ergebnis der Kopenhagener Klimakonferenz wird höchst unterschiedlich bewertet. Sieht der US-Präsident Barack Obama die Einigung-in-letzter-Minute als „bedeutend und beispiellos“, aber nicht ausreichend an, ist sie für die südafrikanische Opposition „inakzeptabel“. Auch Umweltorganisationen wie Greenpeace sehen den Klimagipfel von Kopenhagen als gescheitert an. Behindert wurde die Klimakonferenz durch die Streitigkeiten zwischen Industrie- und Schwellenländern. Uneinigkeit herrschte unter anderem in Fragen, wie Maßnahmen zum Klimaschutz konkret aussehen sollen, welche finanzielle Unterstützung die Industriestaaten an die Schwellenländer leisten und wie die Maßnahmen anschließend überprüft werden sollen.

    Die Abschluss-Erklärung der Kopenhagener Klimakonferenz wird die Grundlage für weitere Verhandlungen sein. Die nächste Chance, sich auf ein internationales Klimaschutz-Abkommen zu einigen, haben die Staaten auf der Bonner Klimakonferenz in Mai/Juni sowie im September auf der Konferenz in Mexiko-Stadt. Besonders Yvo de Beor, der Chef des UN-Klimasekretariats, vertraut darauf, dass im kommenden Jahr 2010 verbindliche Vereinbarungen getroffen werden können, die dann am 1. Januar 2013 in Kraft treten werden.