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  • Neue EU-Richtline verspricht günstigere Energiepreise

    12. Oktober 2011
  • Nach der Zustimmung der EU-Umweltminister zu einem Vorschlag der EU-Kommission, schiebt eine neue EU-Richtlinie energiewirtschaftlichen Debatten rings um Insiderhandel und Preismanipulationen künftig einen Riegel vor. Bereits Ende des Jahres tritt die neue Gesetzesregelung der Europäischen Union in Kraft und verpflichtet die Energieanbieter beispielsweise zu mehr Transparenz in Bezug auf Preise und Geschäftsabschlüsse. Dabei könnten Verbraucher durch fairen Wettbewerb langfristig von kostengünstigeren Strompreisen profitieren.

    Dass die neuen Handelsvorschriften – auf EU-Ebene überwacht von der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) – zu mehr Transparenz und fairer Preispolitik beitragen, stellt auch der EU-Energiekommissar Günther Oettinger in den Vordergrund. So sieht die EU-Richtlinie vor, dass Energiehändler bezüglich der Käufe und Verkäufe eine Meldung an die Agentur tätigen, wodurch der Stromhandel sich bereits Ende des Jahres entscheidend verändern könnte. Für Insiderhandel und eventuelle Preismanipulationen besteht dabei kein Raum, denn die Meldepflicht setzt ein deutliches Zeichen für Markttransparenz.

    Gerade im Zuge der Debatte um steigende Energiekosten, die primär auf die Verbraucher umgelegt werden und nicht immer eins zu eins nachvollziehbar sind, begrüßen viele Bürger im Einzugsgebiet der Europäischen Union die Richtlinie. Wie erfolgreich die Umsetzung des EU-Rechts in den einzelnen Mitgliedstaaten verläuft, muss jedoch die Praxis zeigen.