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  • Sommerzeit verursacht höheren Energieverbrauch

    13. März 2008
  • Über 70 Länder führten die Sommerzeit mit dem Ziel ein, Energie zu sparen. Eine Studie aus den USA erhebt nun Zweifel daran, ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird. Vielmehr sehen die US-Forscher einen Zusammenhang zwischen Sommerzeit und höherem Stromverbrauch. Im Rahmen ihrer Studie werteten sie die Daten von über 7 Millionen privaten Haushalten im US-Bundesstaat Indiana aus, in denen sie über einen Zeitraum von 3 Jahren die Stromzählerstände notiert hatten. Der US-Bundesstaat Indiana eignete sich deswegen für die Studie, weil bis 2006 nicht alle Bezirke des Staates die Zeitumstellung eingeführt hatten. Die US-Forscher kommen zu dem vorläufigen Ergebnis, dass mit Einführung der Sommerzeit der Energieverbrauch im Vergleich zu davor um bis zu 4 Prozent zunahm. Zwar zeigte die statistische Auswertung der Daten einen Energieeinsparung im Frühjahr auf, die aber durch einen höheren Stromverbrauch im Spätsommer bis Herbst, der sich zum Teil auf die verstärkte Nutzung von Klimaanlagen bzw. den höheren Heizbedarf in den Abendstunden zurückführen ließe. Die Kosten für den Mehrverbrauch an Strom kalkulierten die Wirtschaftswissenschaftler mit 8,6 Millionen US-Dollar. Unberücksichtigt blieben in der Studie allerdings die Industrie und andere Bereiche der Wirtschaft.