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  • Standby-Verordnung der EU in Kraft getreten

    11. Januar 2010
  • Wie der online Nachrichtendienst heise online berichtete, ist am 7. Januar 2010 die Standby-Verordnung in Kraft getreten, mit der die EU höhere Anforderungen hinsichtlich des Stromverbrauchs elektronischer Haushalts-, Unterhaltungs- und Bürogeräte stellt. So dürfen Elektronikgeräte wie Fernseher oder Drucker im Bereitschaftsmodus nicht mehr als 2 Watt verbrauchen. Die EU differenziert aber noch genauer. So dürfen Geräte, die aus dem Standby-Modus lediglich reaktiviert werden und ihren Aktivierungsstatus anzeigen, nur 1 Watt verbrauchen. Nur wenn zusätzlich Informationen gespeichert werden, gilt die maximale Grenze von 2 Watt. Diese Werte reduzieren sich ab dem Jahr 2014 abermals. Dann darf der Stromverbrauch im Standby-Modus nicht über 1 Watt (Informationsanzeige) bzw. nicht über 0,5 Watt (Reaktivierungsfunktion) liegen.

    Eine weitere Bestimmung der Standby-Verordnung legt fest, dass der Stromverbrauch ausgeschalteter Elektrogeräte nicht mehr als 1 Watt betragen darf. Dieser Stromverbrauch entsteht dadurch, dass die höhere Spannung aus der Steckdose (in Deutschland 230 V) in eine niedrige Spannung umgewandelt werden muss (auf ca. 5 bis 12 V), um die sensible Elektronik der Geräte nicht zu schädigen.

    Mit dieser Verordnung will die Europäische Union das Ziel erreichen, bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch im Standby-Modus um rund 75 Prozent zu senken und somit gut 4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einzusparen. Mit der Standby-Verordnung konkretisierte die EU-Kommission die sogenannte Ökodesign-Richtlinie. Laut dieser müssen die in der Europäischen Union verkauften Produkte, d.h. auch wenn sie in China hergestellt wurden, deutlich effizienter arbeiten. Für den Einzelhandel bedeutet dies, dass sie die auf Lager liegenden „alten“ Geräte, die diese Vorgaben noch nicht erfüllen, zwar verkaufen, aber nicht nachbestellen dürfen.