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  • Stromanbieter reagieren auf die Wechselwelle

    24. Mai 2008
  • Zehn Jahre ist es nun her, dass die Energiemärkte liberalisiert wurden. Von dieser Maßnahme versprachen sich die Kunden mehr Wettbewerb und vor allem sinkende Preise. Dies trat in den ersten Jahren nach der Öffnung der Märkte, insbesondere der des Strommarktes, auch ein. Ihnen folgten allerdings Jahre drastischer Preissteigerungen. Immer mehr Haushalte wollten diese Entwicklung nicht länger hinnehmen und entschieden sich für einen neuen Stromanbieter mit günstigeren Tarifen. Im Vorjahr entschlossen sich 1,3 Millionen Haushalte für einen solchen Wechsel und brachten auf diese Weise mehr Bewegung in die Strombranche. Auf diese Veränderung reagieren die Stromunternehmen ihrerseits mit einer Verbesserung des Kundenmanagements. Um die Kunden verstärkt an sich zu binden, wollen sie beispielsweise Privat- und Gewerbekunden, die gewinnträchtige Leistungen wie Ökostromprodukte oder Bündelprodukte aus Gas und Strom beziehen, persönlich ansprechen. Weiterhin planen die Unternehmen einen Ausbau ihrer Serviceleistungen im Internet, die den Kunden rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Schon heute können sie auf diesem Wege Anmeldungen, Adressänderungen oder Tarifwechsel vornehmen. Zukünftig wollen einige Stromlieferanten ihren Kunden zudem die Möglichkeit bieten, mehr Klarheit über ihren Stromverbrauch zu erhalten. Ein elektrischer Stromzähler soll den Verbrauch der einzelnen Quellen erfassen; die Daten werden dann an den heimischen Rechner gesandt und in Echtzeit graphisch dargestellt. Diese Daten können gleichzeitig die Grundlage für Angebote sein, die sich nach den persönlichen Bedarf des Kunden ausrichten. Jedes zweite Stromunternehmen will außerdem in telefonische, schriftliche und virtuelle Kundenbefragungen hinsichtlich ihrer Zufriedenheit investieren, um entsprechende Verbesserungen vornehmen zu können. Dem gleichen Ziel dienen die Auswertungen von Kundenbeschwerden.