• Jetzt clever Energie sparen mit Energiesparer.org

  • Studie: Alte Heizungsanlagen lähmen Energiewende

    17. Mai 2013
  • In Deutschland besteht weiterhin Nachholbedarf, wenn es um die Einsparung von Energie geht. Zu diesem Schluss kommt auch die aktuelle Hauswärme-Studie des Shell-Konzerns in Zusammenarbeit mit dem Bundesindustrieverband Haus, Energie- und Umwelttechnik sowie dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut.

    Demnach befindet sich eine große Anzahl von Heizungsanlagen technisch nicht auf dem aktuellen Stand, was wiederum die Verschwendung von Wärmeenergie begünstigt. Wie die Studienverantwortlichen feststellen, ist eine zunehmende Modernisierung von Heizungsanlagen erforderlich, um zur gewünschten Energiewende beizusteuern. Die Bundesrepublik müsse dabei im Vergleich zu anderen Staaten stärker aufschließen. So werde derzeit beispielsweise nur eine geringe Anzahl von Heizungsanlagen in Deutschland (3 Prozent) entsprechend saniert. Dänemark hingegen hat bereits ein entsprechendes Gesetz erlassen, dass den Einbau von Öl- und Erdgasheizungen in neue Häuser verbietet.

    Einsparpotenzial gegeben – Umsetzung „mangelhaft“

    Viele Verbraucher setzen Hinweise zum Energie sparenden Heizen bereits im Haushalt um. Dennoch würden entsprechende Investitionen in die Sanierung von Heizungsanlagen weitere deutliche Sparmöglichkeiten bieten und so auch Klimaschutz-Ziele nachhaltig fördern. Anhand von Berechnungen, die in der Hauswärme-Studie angesprochen werden, kann dieser Sachverhalt nachvollzogen werden.

    Bei verhältnismäßig langsamem Sanierungsfortschritt, wie aktuell beschrieben, soll der Energieverbrauch in Hinblick auf das Jahr 2030 nach Einschätzung der Experten um 14,5 Prozent sinken. Anders sähe es aus, wenn das Sanierungsvolumen von Heizungsanlagen und Gebäuden deutschlandweit verdoppelt werden würde. Damit wären dann deutlich weniger natürliche Ressourcen (z.B. Öl, Erdgas) notwendig und das Energiesparpotenzial läge bereits bei 36 Prozent.

    Um diese Entwicklung entsprechend voranzutreiben, sprechen sich die Studienverantwortlichen beispielsweise auch für eine gezieltere und stärkere Förderung der Sanierung von Heizungsanlagen aus. Inwiefern diese möglich oder politikabhängig gegeben wäre, bleibt abzuwarten.

    Wärmeenergie-Träger in deutschen Haushalten

    Aktuell wird zu 40 Prozent mit Erdgas, zu 25 Prozent mit Erdöl und zu 14 Prozent mit Holz geheizt. Neben diesen traditionellen Heiztechnologien gehört es zu den Zielen der Wirtschaft und Politik auch die als zukunftsweisend erachteten Heizungs-Hybridanlagen weiter auf den Weg zu bringen. Dabei werden Öl- oder Erdgasheizung zum Beispiel um einen entsprechende Anteil erneuerbarer Energien (z.B. Solarwärme) ergänzt.

    Weitere Informationen zur Shell-Studie können hier abgerufen werden:

    http://www.shell.de/aboutshell/our-strategy/shell-home-heating-study.html