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  • Studie: Stromnetz Ausbau in Brandenburg

    17. August 2011
  • Für die Nutzung erneuerbarer Energien, die zur Energiewende in Deutschland einen entscheidenden Beitrag leisten sollen, sind in Brandenburg Investitionen in Milliarden-Höhe für den Ausbau des Stromnetzes notwendig. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Technischen Universität Cottbus hervor. Um die Investitionskosten zu decken, könnten die Strompreise in der Region steigen. Daher plant das Land Brandenburg nach Angaben von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers eine Bundesratsinitiative, welche den Grundstein für eine bundesweite Umlegung der Mehrkosten legen soll.

    Nach Einschätzungen der Studie der Technischen Universität Cottbus (BTU) müsste das Stromnetz Brandenburgs zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 um stolze 2000 Kilometer erweitert werden. Dabei gehen die Experten von einem Investitionsvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro aus. Um Energie aus umweltfreundlichen Ressourcen zu erzeugen, kämen vor allen die brandenburgischen Regionen Barnim, Elbe-Elster, Prignitz und Uckermark in Frage. Hier könnten moderne Windparks und Photovoltaik-Anlagen entstehen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Christoffers befürchtet jedoch, dass im Zuge dessen die Kosten für Strom in Brandenburg explodieren, denn der notwendige Betrag des Investitionsvolumens soll auf die regionalen Strompreise umgelegt werden.

    In der aktuellen Debatte zum Stromnetz Ausbau in Brandenburg geht es außerdem darum, ob die von der BTU Studie forcierten Freileitungen oder stattdessen unterirdische Kabelanlagen für das Projekt in Frage kämen. Beide Methoden regten genügend Widerstand in der Bevölkerung an, so Christoffers.