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  • UN-Klimakonferenz in Kopenhagen steht unter keinem guten Stern

    11. Dezember 2009
  • Tauende Gletscher, steigender Meeresspiegel, versinkende Landstriche, Dürre und Bevölkerungswanderungen – die wissenschaftlich unbestrittene Erderwärmung wird eine ganze Reihe von Folgewirkungen nach sich ziehen, deren Ausmaß man heute kaum abschätzen kann. Um die Schäden für die Weltbevölkerung möglichst gering zu halten, treffen sich die Regierungen von 192 Staaten gegenwärtig in Kopenhagen. Auf dem UN-Klimagipfel, welcher vom 7. bis 18. Dezember 2009 stattfindet, soll ein neues Vertragswerk geschnürt werden, welches den Klimaschutz nach 2012 regelt. Denn um zukünftige Umwelt-Katastrophen zu verhindern, darf die globale Klimaerwärmung über 2 Grad Celsius nicht hinaus gehen. Soll dieses Ziel erreicht werden, müssen sich die Staaten gemeinsame Maßnahmen beschließen, mit denen sie ihre Treibhausgase bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 bis 95 Prozent verringern. Jedoch zeichnete sich schon im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz ab, dass eine Einigung nur schwer zu erzielen sein wird. Zu sehr liegen die jeweiligen nationalen Interessen bzw. die Interessen der Industrieländer und die der Schwellenländer auseinander. Denn zu den wichtigsten Fragen, die auf dem Klimagipfel in Kopenhagen diskutiert werden, zählen zum einen verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion und zum anderen die Höhe der finanziellen Hilfen für die Entwicklungsländer, welche am meisten von den Folgen der Erderwärmung betroffen sind und entsprechende Klimaschutz-Maßnahmen in ihren eigenen Ländern nicht leisten können. Laut Klimawissenschaftler müssen die Treibhausgase bis 2020 um mindestens 20 bis 40 Prozent gegenüber den Werten von 1990 gesenkt werden. Die Europäische Union beispielsweise strebt eine Emissionsverringerung von 20 Prozent an, während die USA – wenn überhaupt – eine Minderung von gerade einmal 4 bis 7 Prozent in Aussicht stellen. Hinsichtlich der finanziellen Unterstützung für die Schwellenländer haben führende Industrieländer wie Kanada, USA, Japan und Australien noch keine konkreten Beträge benannt. Nur die Europäische Union stellte mindestens 5,4 Milliarden Euro in Aussicht. Angesichts dieser Differenzen und Schwierigkeiten, die durch die aktuelle Finanzkrise verstärkt werden, erwartet selbst UN-Klimaschef de Boer höchstens "politische Vereinbarungen" als Ergebnis der Kopenhagener Klimakonferenz. Vom Abschluss eines verbindlichen Klimaschutz-Abkommens, das die Nachfolge des Kyoto-Protokolls antritt, kann man gegenwärtig nur träumen. Weitere Informationen finden Sie hier:Informationsportal KlimaAktiv (deutsch)
    Homepage UN-Klimakonferenz Kopenhagen (englisch)