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  • Verdopplung der Stromrechnung seit 2001

    25. April 2008
  • Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft meldet, hat sich die Stromrechnung für Privathaushalte seit 2001 nahezu verdoppelt. Betrugen im Jahr 2001 die monatlichen Stromkosten eines Drei-Personen-Musterhaushalts noch 41,76 Euro, so sind heute für den gleichen Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Durchschnitt 62,50 Euro fällig. Für den Preisanstieg sind einerseits die Preiserhöhungen der Stromunternehmen verantwortlich, andererseits kam die Verteuerung auch durch die höheren staatlichen Steuern und Abgaben zustande. Der BDEW schiebt den schwarzen Peter dem Staat zu, da dessen Anteil von zunächst 25 Prozent im Jahr 1998 auf heute 40 Prozent anstieg. In diese 40 Prozent rechnet der BDEW allerdings auch die Konzessionsabgabe sowie die Verbraucherumlage für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit ein, die aber nicht die öffentlichen Kassen einnehmen, sondern in den Strommarkt zurückfließen. Diese Abgaben blieben konstant, ab 3003 gilt das Gleiche für die Ökosteuer. Nur die Mehrwertsteuer stieg seit 1998 von 15 auf 19 Prozent. Zusammen ergibt sich daraus für den Musterhaushalt ein Monatsbetrag von 5,97 Euro. Und da die Mehrwertsteuereinnahmen nur mit der Erhöhung des reinen Strompreis ansteigen, spricht dies für die Position der Verbraucherschützer, die die Stromkonzerne für die enormen Preiserhöhungen verantwortlich machen. Auch das Bundesumweltministerium stimmt dem zu. Innerhalb des Jahres 2007 stieg der Strompreis um 2,30 Euro, von denen allein 1,90 Euro auf den reinen Strompreis und nur 40 Cent auf die Mehrwertsteuer zurückzuführen sind.