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  • Weltweiter Energieverbrauch mit Rekordanstieg

    22. Juni 2011
  • Der weltweite Energieverbrauch hat im Jahr 2010 eine neue Rekordmarke erreicht. Das geht aus dem BP Statistical Review of World Energy hervor, der kürzlich vorgestellt wurde. Wie die Zeitung Welt berichtet, schenken Vertreter aus Wirtschaft und Politik dem Energiebericht des Ölkonzerns BP insbesondere Beachtung, da die Untersuchung auf einer umfangreichen Datensammlung basiert. Mit steigendem Wirtschaftswachstum steigt auch der Energieverbrauch, so die Quintessenz des Berichts. Dabei stieg der Energieverbrauch um 5,6 Prozent und überholte damit den Wirtschaftssektor, der nur ein Plus von 4,9 Prozent weltweit verbuchen konnte.

    Der Energiebericht von BP wird bereits seit vielen Jahren vorgelegt und beinhaltet in der 60. Ausgabe aktuelles Datenmaterial über die Verteilung der Energieressourcen und die Entwicklung des Energieverbrauchs im Jahr 2010. Mit der größten Nachfrage seit 1973 markiert der weltweite Energieverbrauch einen neuen Rekordwert in der Statistik. Dieses starke Wachstum bringt BP-Ökonom Christof Rühl vor allem mit dem Aufschwung nach der Wirtschaftskrise und der Weiterentwicklung vieler Schwellenländer zu Industrieländern in Verbindung.

    Energieträger und Ressourcen im Überblick

    Vergleicht man die Daten des aktuellen BP Statistical Review of World Energy, haben Nachfrage (7,6 Prozent) und Produktion (6,3 Prozent) von Kohle weltweit am meisten zugenommen. Der Energieträger Gas folgt mit einem zunehmenden Energieverbrauch von 7 Prozent und ebenfalls erhöhter Produktion. Wie Christof Rühl der Zeitung Welt mitteilte, sei Gas bis zum Jahr 2030 die am stärksten wachsende Energie. Ein kritischer Blick fällt auch die weltweiten Ölressourcen mit überproportionalem Verbrauchsanstieg. Die Fördermengen haben sich jedoch im Jahr 2010 nur geringfügig erhöht, sodass die Experten in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg des Ölpreises rechnen.

    Die Gewinnung Erneuerbarer Energien spielte auch im Jahr 2010 eine große Rolle. Nach Informationen von BP konnten 1,8 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs durch Biomasse und Biokraftstoffe sowie Wind- und Solarenergie gedeckt werden. Von den Energiesparzielen seien die meisten Länder jedoch noch weit entfernt, denn die Werte der Kohlendioxid-Emission stiegen um weitere 5,8 Prozent. Wie die Zukunft der Energiewirtschaft aussieht, lässt sich aus diesem Bericht bereits ansatzweise ableiten. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Strategien Politik und Wirtschaft anwenden werden, um das Verhältnis von Energieerzeugung und Energieverbrauch positiv zu beeinflussen.