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  • Kraftstoffpreis

  • Woraus setzt sich der Kraftstoffpreis zusammen?

    Der Kraftstoffpreis setzt sich aus dem Produktpreis, den vom Staat erhobenen Steuern sowie der Gewinnspanne des Kraftstoffherstellers zusammen. Der prozentuale Anteil der einzelnen Faktoren für einen Normalbenzin-Preis von 135,9 Cent/l beträgt (Quelle: Aral,Stand 22.01.08):

  • Produktpreis

    Mit dem Produktpreis ist der Beschaffungspreis auf dem internationalen Markt gemeint, wobei sich Europa auf die so genannte Rotterdam-Notierung stützt. Er wird von einer Reihe von Faktoren beeinflusst:

    • politische Krisen in den wichtigsten mineralölproduzierenden Ländern im Nahen und Mittleren Osten, damit zeitweise Versorgungsunsicherheiten
    • wachsende Mineralölnachfrage in wichtigen Schwellenländern, wie China, Indien und Brasilien
    • so gut wie ausgelastete Kapazitäten der Raffinerien
    • Jahreszeitlich bedingte Schwankungen in den verbrauchsstarken Ländern wie die, USA, Europa oder Japan. Die verstärkte Nachfrage nach Heizöl in den Wintermonaten lässt auch den Dieselpreis steigen, im Sommer, wenn die Leute wieder mehr unterwegs sind, steigt der Verbrauch an Benzin und damit auch der Benzinpreis.
    • Da der Markt für Mineralölprodukte überwiegend in US-Dollar abgewickelt wird, beeinflussen Kursschwankungen den Endpreis mit. Ist der Euro im Vergleich zum Dollar höher notiert, sinken die Preise. Im umgekehrten Fall steigt der Preis für Ölprodukte und Energieversorgung.
    • Spekulationen an den Börsen
    • Lokaler Wettbewerb
  • Steuern

    Die Kraftstoffhersteller machen besonders auf dem größten Preisfaktor aufmerksam: den steuerlichen Abgaben, die insgesamt 65-75 Prozent des Kraftstoffpreises ausmachen. Die Mehrwertsteuer liegt bekanntlich bei 19 Prozent. Anders als bei anderen Produkten wird diese jedoch nicht vom Nettopreis erhoben. Als Berechnungsgrundlage dient der Produktpreis + Mineralölsteuer. Die Mineralölsteuer zusammen mit der Ökosteuer (15 Cent/Liter) macht für Benzin 65,45 Cent/Liter und für Diesel 47,04 Cent/Liter aus.

    Zudem müssen die Hersteller einen Beitrag an den Erdölbevorratungsverband (EBV) zahlen, der für Ottokraftstoffe 0,46 Cent/Liter, für Diesel 0,39 Cent/Liter beträgt. Mit diesem Betrag wird das nationale Bevorratungssystem finanziert, welches die Versorgung mit Mineralölprodukten für 90 Tage sicherstellen soll. Dieser musste beispielsweise aufgrund der Herricans Rita und Kathrina im Jahr 2005 aktiviert werden.

  • Marge

    Der vom Hersteller beeinflussbare Anteil ist allein die Marge, die Gewinn- und Handelsspanne. Hiermit sollen sämtliche Kosten, wie Spedition, Vertriebs- und Verwaltungskosten gedeckt werden. Auch die Provision für die Tankstellenwächter wird über diesen Anteil eingenommen. Schließlich erwirtschaften die Kraftstoffhersteller auch einen Gewinn, der bei den meisten 1-10 Cent je Liter ausmacht.